Downsizing- ein Trend?

Die Idee, minimalistisch zu leben, ist nicht neu. Die Auslöser für einen derartigen Lebenswandel sind unterschiedlich: Einigen Minimalisten geht es darum, unabhängig von der Konsumgesellschaft zu werden, andere wiederum versuchen die Reizüberflutung durch unzählige Optionen und die Medien zu verringern.

2008 machte der Kalifornier Dave Bruno mit der „100 Things Challenge“ auf sich aufmerksam. Er reduzierte seine persönlichen Besitztümer auf 100 Dinge. Im Jahr darauf wagte sich der New Yorker Kelly Sutton an ein ähnliches Vorhaben und verkaufte im Internet beinahe alles, was ihm gehörte. In seinem Blog „The Cult of Less“ (Der Kult des Weniger) führt er unter anderem ein überschaubares Inventar an Gegenständen auf, die er nach der Verkaufsaktion behalten hat – größtenteils Bücher.

Mittlerweile ist der Trend auch in Deutschland angekommen. Greta Taubert trieb der Gedanke, in Zeiten von Finanz- und Eurokrise unabhängiger und krisenfester zu werden, zu ihrem Selbstversuch. In „Apokalypse Jetzt!“ berichtet sie von ihrem Experiment, in dem sie ein Jahr lang auf Konsum verzichtete. Eine Schülerin aus Darmstadt versuchte ebenfalls, der Konsumwelt zu entfliehen, indem sie ein Jahr lang ein und dasselbe T-Shirt trug. Und das Zimmer des Berliner Studenten Sebastian Michel ist lediglich mit einer Matratze, einem Tisch, einem Stuhl, einer Kleiderstange mit ein paar Klamotten und einem Laptop ausgestattet. Auch in Süddeutschland gibt es bekennende “Downsizer”: Im Roman „Der Asket“ von Ulrich Wergin, geboren in Tettnang am Bodensee, geht es um die Kunst, sich auf wesentliche Dinge zu konzentrieren.

Zudem gibt es deutsche Blogs, die sich dem Thema Minimalismus widmen. „Minimalistisch-Leben.de“, betrieben von Julia Marienfeld aus Bonn, ist nur ein Beispiel davon. In „Downgrade Deluxe“ berichten Jack, 38 Jahre, und Emi, 33 Jahre, aus dem Alltag ihres Lebens, das sie beinahe vollständig „downgegraded“ haben.

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Lisa Kutteruf

Ich heiße Lisa, bin 23 Jahre alt, und komme aus Neidlingen, einem kleinen Ort zwischen Stuttgart und Ulm. Schon als Kind habe ich gerne gelesen und geschrieben. Außerdem liebe ich es, zu reisen und neue Kulturen kennenzulernen – deshalb habe ich das vergangene Semester in Indonesien verbracht. Allgemein verbringe ich viel Zeit mit Freunden; im Winter am liebsten beim Ski- und Snowboardfahren, im Sommer auf sonnigen Balkonen, Festivals oder am Meer.